Freitag, 6. Februar 2015

[Gedankenschnipsel] Schnipsel #1


Mein aktuelles Lese-Erlebnis mit "Stiller"

"Stiller" liest sich stockend. Ich kann es nicht anders beschreiben. Kein Zweifel, das Thema ist interessant und der Schreibstil von Max Frisch gefällt mir überraschend gut. Und dennoch, wenn ich am Abend die Lektüre beiseite lege, habe ich zwar das Gefühl, knapp achtzig gelesen zu haben, stattdessen sind es aber nur dreißig. Oder zwanzig. Manchmal bin ich so genervt von Stiller bzw. Mr. White, dass ich ihn einfach nur anschreien möchte, damit er endlich mal zum Punkt kommt. Er entfremdet sich dem Leser immer mehr, flüchtet sich in seitenlange Geschichten ohne Absätze und bringt im Gegenzug nicht mehr als fünf Zeilen zustande, in denen er von der Gegenwart, also seiner Zeit in einem Schweizer Gefängnis zu erzählen, die jedoch gar nicht so interessant ist. Und trotzdem möchte ich als Leser immer wieder dorthin zurück. ich möchte, dass White seine Geschichten Geschichten sein lässt und stattdessen endlich erzählt, wie es mit ihm weitergehen wird. Aber einen Fortschritt findet sich nur in den Geschichten. Sind es überhaupt noch Geschichten?

Zeilen ohne Ende ;-)
Das Lesen dieser skurrilen Geschichte ist fast schon zu einer Leseflaute geworden. Aber ich kann sehr hartnäckig sein - vor allem, wenn es um derart widerspenstige Romanfiguren geht, die versuchen, aus einer Geschichte auszubrechen, in welche der Leser sie schon im Voraus mit seinen Erwartungen gedrängt hat.



Harry Potter

Ich habe inzwischen mit dem Lesen der französischen Ausgabe von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ begonnen. Für mich ist es ein ganz besonderes Leseerlebnis, verbunden mit vielen Eindrücken und Träumereien. Einige Abschnitte kenne ich fast auswendig, weil ich vor allem die ersten drei Bände als Kind mehrfach verschlungen habe. Und dann wiederum gibt es Sätze, die nun eine andere Bedeutung haben als beim ersten Lesen; Sätze, deren Wirkung sich erst entfaltet, wenn man die Serie komplett gelesen hat. Dies ist zum Beispiel einer davon:

- Et vous croyez qu’il est … sage de confier une tâche aussi importante à Hagrid ?
- Je confierais ma propre vie à Hagrid, assura Dumbledore.
(„Harry Potter à l’école des sorciers“, Seite 21)



Once upon a time

Einer der Gründe, warum ich im Moment so wenig zum Lesen komme, ist diese Serie. Ich habe sie schon vor einer Weile begonnen, irgendwann abgebrochen und jetzt wieder angefangen. Früher war ich fast süchtig nach den sonderbaren Geschehnissen in Storybrooke und dachte mir, dass diese Sucht nun geheilt sei. Falsch gedacht … Einmal wieder angefangen, kam ich nicht mehr davon los und schaute eines Abends gleich vier Folgen weg (das ist nur dann viel, wenn man nebenbei noch Unterrichtseinheiten vorbereiten muss). Inzwischen ist die Sucht also wieder da, denn da meine zweite Suchtserie, The Walking Dead, noch auf neue Folgen warten lässt, fixiert sich mein innerer Serienjunkie komplett auf Once upon a time.
Und: Ich will das Märchenbuch von Henry haben!



Beim Lesen ...

Macht ihr das auch?
Euren Lesefortschritt anschauen, dann den Gesamtumfang des Buches betrachten und denken: „Sehr gut, ich habe noch viele Seiten vor mir!“ Ich freue mich immer, wenn ich weiß, dass mir das Lesevergnügen noch eine Weile erhalten bleibt.



Go with the Flow


Ich habe mich nun doch verleiten lassen und mir den ersten Band der Trilogie „Selection“ geholt. Allerdings habe ich noch meine Zweifel, ob mir die Geschichte wirklich gefallen wird, zumal die Parallelen zu Der Bachelor schon vor dem Lesen mehr als offensichtlich sind. Deswegen habe ich mich quasi abgesichert und mir die französische Ausgabe gekauft. So kann ich mich selbst davon überzeugen, ob die Serie meinem Geschmack entspricht und lerne gleichzeitig ein paar neue Wörter :-)



Zum Abschluss ...

Es ist Freitag, das Wochenende beginnt und damit auch die ersehnten Winterferien. Ich werde den heutigen Tag ganz gemütlich mit ein paar Freunden ausklingen lassen, bevor ich nächste Woche endlich wieder in bisschen herumreisen kann.


Zur Entspannung gibt's bei mir immer eine Tasse Tee und dazu (ganz traditionell französisch ^^)  Madeleines. Da die Bretagne aus irgendeinem Grund sehr gerne Karamell herstellt, ist meine liebste Teesorte hier ebenfalls "Karamell". Es schmeckt auch so wie flüssiges Karamell, nur bei weitem nicht so süß, sondern eher wie ein angenehmer, süßer Hauch.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende! :-D

Kommentare:

  1. Hi,
    also ich kann die Selection nur empfehlen :)! Ein wirklich tolles Buch, auch wenn man es im ersten Moment abgedroschen wirkt. Lass dich einfach in die Geschichte fallen, es macht wirklich Spaß! Toll das du auch aus Leipzig bist, endlich mal ein andere Buchblogger aus meiner Heimatstadt :)!
    Ich hab dich bei Bloglovin und GFC gleich mal geaddet :)!

    LG Piglet ♥

    P.S.: Viel Spaß in deinen Ferien!!!

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    1. Hallo Piglet,
      Dankeschön für den Lesetipp :) Ich werde die Ferien auf jeden Fall nutzen, um mal in die Geschichte reinzuschnuppern. Ist ja lustig, dass du auch aus Leipzig bist, ich wohne zwar erst seit knapp fünf Jahren dort, es fühlt sich aber schon an wie meine zweite Heimat :D
      Ich freue mich sehr, eine neue und so nette Leserin zu haben.

      LG Bianca

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